Ratgeber
Geburt mit Unterstützung des Partners
Wie ein Partner im Kreißsaal zum echten Anker werden kann.
Ein unterstützender Geburtspartner ist im Raum kein Ersatzteil – Studien zeigen, dass kontinuierliche Unterstützung während der Geburt kürzere Geburten, weniger Bedarf an Schmerzmitteln und ein positiveres Erleben bedeuten kann. Die gute Nachricht: Ein großartiger Geburtspartner zu sein, dreht sich vor allem um Präsenz und Vorbereitung, nicht um medizinisches Wissen.
Vor dem Tag
- Sprecht gemeinsam die Geburtswünsche durch und wisse, was ihr am wichtigsten ist.
- Packt die Kliniktasche gemeinsam, damit der Partner weiß, wo alles ist.
- Lerne den Weg, die Parkmöglichkeiten und wen man anrufen muss – nimm die Logistik aus dem Moment heraus.
- Übt ein paar Komforttechniken: langsames Atmen, Gegendruck auf den unteren Rücken, beruhigende Sätze.
Während der Geburt
Die Aufgabe ist Beständigkeit. Halte den Raum ruhig, gedämpft und still, wenn sie das möchte. Biete Wasser, Snacks, ein kühles Tuch an. Atme mit ihr durch die Wehen. Drück auf ihren unteren Rücken, halt sie oder bleib einfach nah – viele Gebärende wollen vor allem, dass jemand nicht geht. Sei ihre Stimme gegenüber dem Personal, wenn sie ganz darin versinkt, und setz dich für ihre Wünsche ein, während du flexibel bleibst, falls sich Pläne ändern.
Was du lassen solltest
Nimm es nicht persönlich, wenn sie schnippisch wird, verstummt oder nicht berührt werden möchte – eine Geburt ist intensiv, und ihre Bedürfnisse verschieben sich von Minute zu Minute. Füll die Stille nicht mit Geplauder oder deiner eigenen Anspannung. Folge ihrer Führung.
Nach der Geburt
Die Unterstützung endet nicht mit der Geburt. Haut-an-Haut-Kontakt mit dem Partner, Hilfe beim ersten Stillen, Aufgaben zu übernehmen, damit sie ruhen kann, und in den ersten Wochen auf ihre Stimmung zu achten – all das zählt enorm.
Geburtspläne passen sich den Umständen an – ruhig und anpassungsfähig zu bleiben, wenn sich etwas ändert, gehört zum Unterstützendsten, was ein Partner tun kann. Stellt dem Team lieber gemeinsam Fragen, statt das Unbekannte zu fürchten.