Ratgeber
Eine sanfte Liste dessen, was du weglassen solltest
Eine ruhige, praktische Liste – keine Wand aus Angst.
Die Schwangerschaft kommt mit einer langen Liste von „Verboten“, und die meisten davon werden mit mehr Alarm wiederholt, als sie verdienen. Es geht nicht darum, in Angst zu leben – sondern darum, die wenigen Dinge zu kennen, die wirklich gemieden werden sollten, damit deine restliche Kraft in die Freude auf die kommenden Monate fließt. Hier die kurze, ehrliche Fassung.
Lebensmittel
- Alkohol – keine Menge gilt als sicher, daher ist gar keiner die einfachste Wahl.
- Quecksilberreiche Fische – Hai, Schwertfisch, Marlin, Königsmakrele. Quecksilberarmer Fisch zweimal pro Woche ist hingegen empfohlen.
- Rohmilch, weiche, mit Edelschimmel gereifte Käse und Pâté – wegen des Listerienrisikos.
- Rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, Fisch und Eier – gar sie gut durch.
- Zu viel Koffein – halte es bei etwa 200 mg pro Tag.
Gewohnheiten und Substanzen
Rauchen und Dampfen verringern die Sauerstoffversorgung deines Babys und sollten aufgegeben werden – deine Ärztin oder Hebamme kann helfen, und es ist nie zu spät, davon zu profitieren. Freizeitdrogen sind tabu. Ebenso mehr als das gelegentliche kurze Eintauchen in einen sehr heißen Whirlpool oder eine Sauna, denn Überhitzung in der Frühschwangerschaft ist nicht ideal. Kläre jedes neue Medikament und jedes Nahrungsergänzungsmittel – auch pflanzliche – immer mit deiner Ärztin oder in der Apotheke ab, bevor du es nimmst.
Im Haushalt
- Katzenstreu – lass jemand anderen wechseln oder trage Handschuhe und wasche die Hände (Toxoplasmose).
- Aggressive chemische Dämpfe und Lösungsmittel – gut lüften und die schweren Reiniger weglassen.
- Sehr schwere Lasten heben oder auf Leitern balancieren, wenn sich dein Schwerpunkt verschiebt.
- Frische Gartenerde – Handschuhe an, Hände danach waschen.
Dinge, die du fast immer behalten kannst
Vieles, wovor man sich fürchtet, ist in Ordnung: die meisten Sportarten, Sex, Haarefärben nach dem ersten Trimester, sanftes Reisen, eine Tasse Kaffee, deine Katze (nur eben nicht das Streu). Wenn eine Regel angsteinflößend klingt, prüfe, ob es ein echtes Risiko ist oder ein vorsichtiger Internet-Mythos – und frag deine Ärztin oder Hebamme statt ein Forum.
Das ist eine allgemeine Liste. Deine eigene Vorgeschichte – Allergien, Erkrankungen, frühere Schwangerschaften – kann Punkte hinzufügen oder streichen, also gilt der Rat deiner Ärztin oder Hebamme als das letzte Wort.