Ratgeber

Braxton-Hicks oder echte Wehen?

Wie du Übungswehen vom Ernstfall unterscheidest.

Irgendwann in der zweiten Schwangerschaftshälfte beginnt deine Gebärmutter zu proben. Diese „Übungs“-Verhärtungen – Braxton-Hicks – können verwirrend sein, besonders beim ersten Baby, weil die naheliegende Frage genau die ist, die dir im Moment niemand beantworten kann: Ist es jetzt so weit? So liest du den Unterschied.

Wie sich Braxton-Hicks anfühlen

Es ist ein schmerzloses oder leicht unangenehmes Verhärten des ganzen Bauches – er wird hart und entspannt sich dann wieder. Sie sind unregelmäßig, rücken nicht näher zusammen, hören oft auf, wenn du etwas anderes tust, und werden mit der Zeit nicht stärker. Spürbarer sind sie oft, wenn du müde oder dehydriert bist, dich bewegst oder nach dem Sex.

Was echte Geburtswehen tun

Ein einfacher Test

Wenn du unsicher bist, ändere etwas – trink ein Glas Wasser, leg dich hin oder nimm ein warmes Bad. Braxton-Hicks beruhigen sich meist. Echte Wehen gehen unbeeindruckt weiter und bauen sich weiter auf. Es hilft, sie zu messen: Notiere über eine Stunde, wie lange jede dauert und wie weit sie auseinanderliegen.

Wann du anrufen oder kommen solltest

Eine gängige Faustregel beim ersten Baby ist die 5-1-1-Regel: Wehen im Abstand von fünf Minuten, jeweils eine Minute lang, über eine Stunde. Ruf aber immer früher an, wenn deine Fruchtblase platzt, du hellrote Blutungen hast, sich die Bewegungen des Babys verändern oder du einfach das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt – vertraue diesem Instinkt.

Vor der 37. Woche können regelmäßige Verhärtungen, die nicht nachlassen, vorzeitige Wehen sein – warte nicht ab, sondern ruf dein Geburtsteam an. Die konkrete „Wann kommen“-Empfehlung deiner Ärzt:in geht immer jeder allgemeinen Regel vor.