Ratgeber
Wie du erkennst, dass die Geburt beginnt
Die echten Anzeichen – und wann du zum Hörer greifst.
In den letzten Wochen wirft jedes Ziehen die Frage auf: Ist es jetzt so weit? Die Geburt kündigt sich meist allmählich an, mit einer Handvoll erkennbarer Anzeichen. Sie zu kennen – und zu wissen, wann du anrufst – heißt, dass du ruhig bleiben und im richtigen Moment handeln kannst.
Zeichen, dass die Geburt nah ist oder beginnt
- Das „Zeichnen“ – der sich lösende Schleimpfropf, manchmal rosa gefärbt.
- Regelmäßige Wehen, die länger, stärker und enger zusammenrücken.
- Anhaltende Schmerzen im unteren Rücken oder menstruationsartige Krämpfe.
- Der Blasensprung – ein Schwall oder ein langsames Rinnen von Flüssigkeit.
- Manche bekommen ein oder zwei Tage vorher einen Nestbau-Schub oder weichen Stuhl.
Frühe vs. aktive Geburtsphase
Die frühe (latente) Phase kann Stunden oder sogar ein bis zwei Tage dauern: unregelmäßige, beherrschbare Wehen, während sich dein Muttermund weich macht und zu öffnen beginnt. Das ist meist die Zeit, dich auszuruhen, zu essen und zu Hause zu bleiben, wenn alles in Ordnung ist. Die aktive Phase ist, wenn die Wehen regelmäßig, stark und eng werden – dann geht es voran und du fährst typischerweise los.
Wann du anrufst
Eine gängige Faustregel beim ersten Baby ist 5-1-1: Wehen im Abstand von fünf Minuten, eine Minute lang, über eine Stunde. Ruf aber früher an – jederzeit –, wenn deine Fruchtblase platzt, du hellrote Blutungen hast, sich die Bewegungen deines Babys verändern, du dich unwohl fühlst oder du einfach unsicher bist.
Vor der 37. Woche brauchen alle Anzeichen einer Geburt sofort einen Anruf – das ist verfrüht und sollte nicht abgewartet werden. Und die eigene „Wann kommen“-Empfehlung deiner Geburtsstation geht immer vor.