Ratgeber
Geschwollene Füße und Hände: normal oder nicht
Die meisten Schwellungen sind harmlos – hier kommt der Teil, der es nicht ist.
In den letzten Wochen gehören dicke Füße und Knöchel fast schon dazu. Dein Körper trägt rund 50 % mehr Flüssigkeit mit sich, und die Schwerkraft sammelt sie in der unteren Körperhälfte. Die meisten Schwellungen (Ödeme) sind völlig normal – ein bestimmtes Schwellungsmuster gehört jedoch zu den Warnzeichen einer Präeklampsie, deshalb lohnt es sich, den Unterschied zu kennen.
Die normale Variante
Eine allmähliche Schwellung von Füßen, Knöcheln und Unterschenkeln, die am Ende des Tages und bei Hitze schlimmer ist und nach dem Hochlegen der Beine oder über Nacht wieder besser wird. Auch leicht geschwollene Finger (Ringe sitzen enger) sind häufig. Das ist unangenehm, aber nicht gefährlich, und es legt sich in den Tagen nach der Geburt.
Was hilft
- Leg die Füße hoch, wann immer du kannst – möglichst über Hüfthöhe.
- Bewege dich regelmäßig; steh oder sitz nicht lange unbewegt.
- Trink ausreichend (das verringert tatsächlich die Wassereinlagerungen) und geh sparsam mit sehr salzigem Essen um.
- Bequeme Schuhe und keine engen Socken oder Riemen.
- Sanfte Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen, wobei der Wasserdruck zusätzlich hilft.
Lass dich noch am selben Tag untersuchen, wenn
- die Schwellung plötzlich auftritt oder im Gesicht und an den Händen.
- sie mit starken Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Schmerzen unter den Rippen einhergeht (mögliche Präeklampsie).
- ein Bein geschwollen, gerötet, heiß oder schmerzhaft ist – das muss dringend auf eine Thrombose abgeklärt werden.
Eine plötzliche Schwellung oder eine Schwellung im Gesicht zusammen mit einem Präeklampsie-Symptom ist ein Notfall – wende dich sofort an dein Geburtsteam, statt abzuwarten, ob es nachlässt.